Bedarfszerstörung (engl. Demand Destruction) beschreibt einen wirtschaftlichen Prozess, bei dem die Nachfrage nach einem Gut dauerhaft sinkt, weil der Preis über längere Zeit so hoch ist, dass Verbraucher und Unternehmen weniger davon kaufen oder dauerhaft auf alternative Produkte umsteigen.
In einem normalen Markt sinkt die Nachfrage eines Gutes, wenn sein Preis steigt. Wenn jedoch der Preis über einen langen Zeitraum sehr hoch bleibt, kann dies dazu führen, dass Verbraucher dauerhaft ihr Verhalten ändern, z. B. durch:
Dadurch verschiebt sich die Nachfragekurve langfristig nach unten – und nicht nur kurzfristig entlang derselben Kurve. Dieser Effekt geht über eine bloße Preisanpassung hinaus und gilt als strukturelle Veränderung im Markt.
Nachfrageverschiebung: Relativ allgemeiner volkswirtschaftlicher Begriff für Veränderungen der Nachfrage unabhängig vom Preis. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
Preiselastizität der Nachfrage: Gibt an, wie stark die nachgefragte Menge auf Preisänderungen reagiert. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
In der Wirtschaftswissenschaft wird demand destruction vor allem in Energie- und Rohstoffmärkten diskutiert, etwa beim Ölmarkt, wo hohe Preise Anreize für Effizienzsteigerungen und Substitution schaffen. :contentReference[oaicite:7]{index=7}